Einführung in die
Molekülsymmetrie

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Schritt: 103

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Wir wollen ein weiteres Beispiel betrachten.

In einem geometrischen Objekt (z. B. Molekül), das wir in ein karthesisches Koordinatensystem legen, seien die x- und y-Achse identisch mit je einer C2-Drehachse. Die Koordinaten eines Punktes P (x, y, z) ändern sich bei der Hintereinanderausführung der Drehoperationen um die Drehachsen C2 (y) und C2 (x) = C2 (x) C2 (y) wie folgt:

          C2(y)                  C2(x)
x,y,z ———> -x,y,-z ———> -x,-y,z

Das gleiche Ergebnis wie bei der Hintereinanderausführung von C2(y) und C2(x) erhält man, wenn man die Symmetrieoperation C2(z), d.h. eine Drehung um 180° um die C2(z)-Achse ausführt.

C2(x) C2(y) = C2(z)

Wenn die Drehachsen C2(x) und C2(y) existieren, muß also auch eine Drehachse C2(z) vorhanden sein. Wir erkennen daraus, daß die Existenz bestimmter Symmetrieelemente zwangsläufig die Existenz bestimmter anderer bedingt. Weitere Beispiele dafür sind:
Ist neben einer Cn auch eine sv vorhanden, so müssen nsv existieren (z. B. BF3 in Schritt 65 und C6H6 in Schritt 68).
Ist neben einer Cn auch eine senkrechte C2 vorhanden, so müssen nC2 existieren (z.B. C6H6 in Schritt 56).


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